Suche Login

Deponie Hasenbühl Planung und Bau einer Oberflächenabdichtung mit Anpassung der Entgasung und der Oberflächenwasserableitung

Auftraggeber:

Landkreis Schwäbisch Hall, Münzstr. 1, 74533 Schwäbisch Hall

Zielsetzung:

Die Ingenieurgemeinschaft Deponie Hasenbühl (InGeDH), bestehend aus den Ingenieurunternehmen Klinger und Partner GmbH, Stuttgart und der Ingenieurgruppe RUK GmbH, Stuttgart wurde vom Landkreis Schwäbisch Hall mit der Planung entsprechend der Leistungsphasen 5 bis 9 der HOAI und der Bauüberwachung der endgültigen Oberflächenabdichtung inkl. der Anpassung der Entgasungseinrichtungen und Oberflächenwasserableitung auf der Deponie Hasenbühl beauftragt.

Folgende Planungsziele wurden verfolgt:

  • Sickerwasserminimierung
  • Einbindung vorhandener Elemente der bestehenden temporären Abdichtung
  • Anpassung Entgasungssystem und Oberflächenwasserableitung
  • Möglichkeiten der Nachnutzung für eine Photovoltaikanlage im Kuppenbereich

Leistungsumfang:

Die bestehende, in 3 Bauabschnitten aufgebrachte temporäre Oberflächenabdichtung ist zu einem endgültigen Abdichtungssystem nachzurüsten, das den Anforderungen der Deponieverordnung entspricht. Hierbei sind in Teilbereichen bestehende Dichtungskomponenten der temporären Oberflächenabdichtung vorhanden, die auch in der endgültigen Dichtung weiter verwendet werden sollen. So besteht z. B. in einem Teilbereich bereits eine mineralische Dichtung mit unten liegender Ausgleichs- und Gasdrainschicht, die durch das zusätzliche Aufbringen einer Kunststoffdichtungsbahn als zweite Abdichtungskomponente in den endgültigen Zustand überführt werden soll. Diese Anbindung an bestehende Dichtungskomponenten ist zu berücksichtigen und stellt eine besondere planerische Herausforderung dar.

Auftragsinhalt sind darüber hinaus die Sanierung und Optimierung des Entgasungssystems und die zugehörigen Entwässerungsmaßnahmen.

In der Projektbearbeitung zu berücksichtigen ist eine später optional vorgesehene Nutzung der Deponie als Standort für eine Photovoltaikanlage oder für die Anlage eines „Energiewaldes“.

Leistungsumfang Stoffstrom:

Die Prüfung der grundlegenden Charakterisierung erfolgt gemäß DepV § 8 (1) und (3) in Ver-bindung mit den Regelungen der „Handlungshilfe Neue Deponieverordnung“ der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg.
Die grundlegende Charakterisierung beinhaltet
•    Probenahme aus dem ersten zur Anlieferung bereitstehenden Haufwerk von 500 m3 bzw. 1.000 t jeder Charge gemäß LAGA PN 98
•    chemische Analysen mit Probenanzahl nach LAGA PN 98
•    Analysenparameterumfang für Profilierungs- und Ausgleichsschichtmaterial als DK I-Material gemäß DepV, Anhang 3, Tab. 2, Spalte 6, ergänzt um die Parameter der Hand-lungshilfe organische Schadstoffe auf Deponien, Tab. 1 (UM Ba-Wü) im Verdachtsfall. Or-ganikgehalte bis 6 Masse-% im vereinfachten Verfahren können zugelassen werden.
Die abzudichtende Fläche beträgt ca. 90.000 m2. Folgende Massen an Deponieersatzbaustof-fen sind kalkuliert:
•    Profilierungsmaterial:     ca. 18.000 t
•    Ausgleichs- und Gasdrainage:     ca. 70.000 t
•    Rekultivierungsboden:     ca. 250.000 t
•    Bermenunterbau:     ca. 66.000 t

Realisierung:

Die Leistungsphasen 5-7 HOAI werden im Jahr 2014 abgewickelt, die Bauausführung ist für den Zeitraum 05/2015 bis Mitte 2017 vorgesehen.

Weitere Referenzen:

Von der Ingenieurgruppe RUK wurden in jüngster Zeit an folgenden Deponien Oberflächenab-dichtungen geplant und gebaut:
•    Deponie Backnang-Steinbach (alt) (Planung 2015-2016, Bau ab Frühjahr 2017)
•    Deponie Lampertheimer Wald BA 4 (2015-2019)
•    Deponie Lampertheimer Wald BA 3 (Abschluss der Baumaßnahme 2013)
•    Deponie Muckensturm (Abschluss der Baumaßnahme 2011)
•    Deponie Nonnenwühl (Abschluss der Baumaßnahme 2004)
•    Altdeponie Wannsee (Abschluss der Baumaßnahme 2004)
•    Deponie Fridhaff (Abschluss der Baumaßnahme 2004)

grafik