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Deponie Lampertheimer Wald - Stilllegung der Deponie

Deponie Lampertheimer Wald

Planung und Bau von Oberflächenabdichtung und Entgasung

 auf Deponieabschnitt BA 3

Auftraggeber

Zweckverband Abfallwirtschaft Kreis Bergstraße, Außerhalb 22, D – 68623 Lampertheim

Ansprechpartner: Herr R. Bach, Tel: (06256) 851-0

Zielsetzung

Die Ingenieurgruppe RUK wurde vom ZAKB mit der Planung und Bauleitung für die Oberflächenabdichtung und Entgasung des Deponieabschnitts BA 3 beauftragt.

Folgende Planungsziele wurden verfolgt:

Änderung der Oberflächenabdichtung: Vereinfachtes Oberflächen- abdichtungssystem gemäß Ausnahme- genehmigung nach § 14 Absatz 6 DepV. Die Ausnahmegenehmigung wurde vom ZAKB mit der Stilllegung, die zum 15.07.2005 angezeigt wurde, beantragt.

Anpassung der Gasbrunnen und der Gassaugleitungen an die Oberflächenabdichtung.

Änderung des Rekultivierungszieles: Abkehr vom Rekultivierungsziel „Wald“, stattdessen Erlangung einer Biotopvielfalt, die durch Hecken, einzelne Sträucher, Wiesen und Trockenrasen erreicht wird.

Änderung der naturschutzrechtlichen Ausgleichsmaßnahmen und Ersatzaufforstungsflächen.

Begleitende Maßnahmen: Profilierung der Böschungen zur Erreichung der Böschungsneigung von 1 : 2,5 mindestens, Neuanlage der Deponiewege und Aufgabe der Zuwegungen zu den Gasbrunnen, Neuanlage der Entwässerungsgräben.

Leistungsumfang

Die Planungslösung sah als Abdichtungssystem eine mineralische Abdichtung (Bentokiesabdichtung alternativ Trisoplast) mit geotextiler Entwässerungsschicht sowie der Ausbildung der Rekultivierungsschicht als Wasserhaushaltsschicht vor. In der Ausschreibung wurden allerdings Nebenangebote zugelassen, die sich dann als günstiger herausstellten.

Zur Ausführung kam ein Oberflächenabdichtungssystem mit folgendem Aufbau:

Gasdrän- und Ausgleichsschicht, d = 0,5 m

KDB-Auflager, d = 0,1 m (Feinplanum)

KDB strukturiert, 2,5 mm mit BAM-Zulassung

mineral. Entwässerungsschicht, d = 0,3 m (Drän- und Schutzfunktion)

Rekultivierungsboden als Wasserhaushaltsschicht, d = 1,5 m

Aufgrund der teilweise sehr steilen Böschungen der temporären Abdeckung waren in der Bauausführung umfangreiche Abfallumlagerungen notwendig. Der Abfall wurde teilweise im Baufeld und teilweise auf einem weiteren Deponieabschnitt wieder eingebaut.

Von der Genehmigungsbehörde wurde die Anlage von zwei Lysimeterfeldern zur Überwachung der Wasserhaushaltsschicht gefordert. Diese wurden auf der West- und Ostböschung angelegt und mit Tensiometern, Feuchtefühlern und Kippzählern für Oberflächenabfluss und Dränabfluss ausgerüstet.

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