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Abschluss- und Rekultivierungsplanung Hausmülldeponie Nonnenwühl

Auftraggeber:

Entsorgungsbetriebe der Stadt Speyer (EBS), Georg-Peter-Süß-Straße 2, 67346 Speyer

Zielsetzung: 

Die Deponie Nonnenwühl ist abzuschließen und zu rekultivieren.

Die Deponie ist als Haldendeponie angelegt und besteht aus einer Altböschung und einer Kuppe. Die Altböschung nimmt eine Fläche von ca. 6 ha, die Kuppe von ca. 4 ha ein. Die Altböschung war zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der TA-Siedlungsabfall (TASi) bereits rekultiviert. Die Kuppe wurde seit den 90iger Jahren verfüllt, in den Jahren 1999 bis 2001 wurden hier großflächig Gießereialtsande aus einer Sanierungsmaßnahme abgelagert. Das Projekt weist folgende Besonderheiten auf:

  • Der Standort liegt in einer Region mit einer extrem geringen Niederschlagshöhe und hohen Verdunstungsleistung.
  • Durch einen geringen Abstand des Grundwassers zur Deponiesohle besteht eine ausgesprochen gute Kontrollmöglichkeit.
  • Eine Überschreitung der derzeitigen Deponiegrenze am Böschungsfuß ist prinzipiell möglich. Notfalls könnte daher die Altböschung, unabhängig von der Gestaltung des Kuppenbereichs, auch nachträglich abgedichtet werden.
  • Durch die Ablagerung der Gießereialtsande wurde ein Großteil der Setzungen bereits vorweg genommen. Das ermöglicht die Realisierung einer endgültigen Oberflächenabdichtung.

Leistungsumfang

Objektplanung mit den Leistungsinhalten Profilierung der Deponieoberfläche, Oberflächenabdeckung bzw. Oberflächenabdichtung, Oberflächenentwässerung und Wegebau unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Deponieabschnitte (Altböschung, Kuppe) und Zeiträume (Sofortmaßnahmen, Maßnahmen nach Verfüllende).

Auf der Altböschung wird die vorhandene Abdeckung belassen, jedoch die Bepflanzung im Hinblick auf eine Steigerung der Verdunstungsleistung optimiert.

Die Kuppe wird nach Verfüllende mit einer zur Regelabdichtung nach TASi gleichwertigen endgültigen Oberflächenabdichtung versehen. Die Abdichtung wird als Kunststoffabdichtung mit Dichtungskontrollsystem ausgeführt.

Realisierung

Planung ab Sommer 1997, Oberflächenabdichtung ab Frühjahr 2002

Resümee

Die Besonderheiten des Standortes wurden bei der Planungslösung berücksichtigt.

Für die Altböschung greift die Ausnahmeregelung der TASi, so dass die Abdeckung belassen werden kann. Im Kuppenbereich wird die Gleichwertigkeit zum Regelsystem durch die Kombination aus Kunststoffabdichtungsbahn und Dichtungskontrollsystem erzielt.

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